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1 Einleitung
Warum dieses Buch? Warum schreibt er ein "Benutzerhandbuch"? Dass er das sogenannte "Buch" in Form einer Sammlung von Web-Seiten realisiert, ist ja noch halbwegs verständlich. Aber ist denn diese Website so kompliziert, dass der Benutzer erstmal eine Gebrauchsanweisung studieren muss, um sie richtig beherrschen zu können, oder gar, um nichts kaputt zu machen? Und das soll attraktiv und benutzerfreundlich sein? Wieso dann überhaupt diese neue Website, die alte tat's doch auch? Und überhaupt: Warum schreibt er ständig dieses komische Wort "Website", wenn er unsere Volleyball-Homepage meint?
Sei ehrlich: Mindestens eine dieser Fragen hast Du Dir längst gestellt, spätestens als Du auf das vorliegende Benutzerhandbuch stießt. Und Du tust Recht daran, diese Fragen zu stellen, sie liegen schließlich auf der Hand. Also, lass sie uns hier mal angehen!
Ich will mal 'von hinten nach vorne' vorgehen, dabei die letzte Frage nach der Verwendung des Begriffs "Website" bereits ausklammern und in einem Exkurs-Kapitel behandeln. Wer sich für diese Frage interessiert, der möge mich auf diesem Exkurs auf die diesbezügliche Unterseite begleiten. Mit allen anderen will ich mich auf folgenden Konsens einigen: Politisch und technisch korrekt ist der Begriff "Website", gesellschaftlich anerkannt und umgangssprachlich allgemein gebräuchlich ist die Bezeichnung "Homepage" für ein und dasselbe. Da ich weder Politiker noch ein guter Gesellschafter bin und mich tendenziell eher als Techniker sehe, darf ich bei "Website" bleiben.
Motivation für die neue Website
Die Zeiten ändern sich – Dieser Spruch trifft für kaum einen Lebensraum so sehr zu wie für die Computerwelt und somit auch fürs Internet. Die Computer werden immer leistungsfähiger, das Internet immer schneller, und mit den größer werdenden Möglichkeiten wachsen auch die Ansprüche der Anwender.
Unsere alte Website habe ich mit Beginn des Jahres 2003 ins Leben gerufen und seitdem kaum noch Änderungen, geschweige denn Neuerungen, geschweige denn Innovationen technologischer Art eingebaut. Die Website ist technisch längst nicht mehr up-to-date, allein schon ihr Erscheinungsbild wirkt recht altmodisch. Und irgendwie finde ich nicht die Zeit, mich technologisch auf dem Laufenden zu halten, geschweige denn etwaige neue Erkenntnisse in interessante Funktionalitäten umzusetzen und in die Volleyball-Website zu integrieren. Dabei braucht die Website unbedingt zumindest einen frischen Anstrich, um auf dem 'Markt' noch mithalten zu können. Immerhin ist sie das Aushängeschild unserer Volleyballabteilung der SG Kaarst im Internet! Hinzu kommt, dass sie entwicklungsseitig allein von meiner Person und meinem Heim-PC abhängig ist. Was, wenn einem von beiden die Festplatte crasht?!
Der Druck ist hoch, die Verantwortung groß und Veränderung notwendig. Demzufolge stelle ich drei Ansprüche, die ich mit einem Schlag in einer neuen Version der Volleyball-Website befriedigen will:
- Mordernes, repräsentatives Erscheinungsbild.
- Attraktive und vielfältige Funktionalität zur Unterstützung und Motivation der Mitglieder,
- das Inhaltsangebot regelmäßig wahrzunehmen,
- selbst interessante Inhalte beizutragen und an der Community teilzunehmen,
- Dienste wie Termine, Rundschreiben, etc. zu nutzen, die u.a. den Spiel- und Trainingsbetrieb helfen zu organisieren.
- Unabhängigkeit der Website von meinem Heim-PC, sogar langfristig von meiner Person.
Ich habe mich für die radikale Variante entschieden, einen totalen Bruch mit meiner bisherigen Entwicklungsarbeit, auch wenn dies heißt, all diese Arbeit über Bord zu werfen und die Website von Grund auf neu zu bauen: Das Zauberwort heißt nun "Open Source CMS". Ein paar Produkte dieser Art habe ich mir mal angesehen, bevor ich mich für Drupal entschied. Drupal hat denn kürzlich auch wiederholt einen Preis als bestes Open Source CMS gewonnen.
"Open Source CMS"
Aber was heißt das eigentlich, "Open Source CMS"? Nehmen wir dieses 'Zauberwort' mal auseinander: "Open Source" ist den meisten Computer-Interessierten ein Begriff: So bezeichnet man Software, die erstens praktisch verschenkt wird, die kostenlos erhältlich ist. Zudem noch zweitens: Der Programmcode wird gleich mitgeliefert, sodass man die Programme an eigene Bedürfnisse anpassen kann. Nun habe ich nicht vor, am Drupal-Programmcode zu feilen, aber das mit dem Kostenlos ist doch eine gute Sache. Seit der Begriff "Open Source" sich ernsthaft in der Computer-Branche etabliert hat, nimmt auch niemand mehr den Spruch in den Mund: "Was nichts kostet, ist auch nichts wert."
Zum Anderen "CMS" = "Content Management System" = Inhaltsverwaltungssystem: Damit werden Programmsysteme bezeichnet, die es ermöglichen, dass mehrere Personen gleichzeitig an einem Inhalt arbeiten, und dies noch in verwaltbarer Art. Mit 'Inhalt' kann Verschiedenes gemeint sein, z.B. Zeitungsartikel und Bücher. Im Spezialfall des Web-CMS (welches man i.d.R. meint, wenn von "CMS" die Rede ist) sind es eben Web-Seiten in einem Internet-Angebot.
Unabhängigkeit
Die meisten solcher CMSe wie Drupal, für das ich mich entschieden habe, laufen denn auch bereits auf dem Webserver, auf dem das Erzeugnis, die Website, abrufbar sein wird. Sie sind sogar ein Teil der Website, eng in ihr verzahnt. Das 'Online-Erstellen' von Seiten ist bereits Teil des Webangebots: Die Mitglieder sind in der Lage, Inhalte wie Artikel, Blogs, Termineinträge, Bilder, etc. beizutragen. Wenn ich mich auf der Website als "Webmaster" anmelde, dann erhalte ich zudem Zugriff auf den Verwaltungsbereich der Website – einfach in Form weiterer Menüeinträge.
Damit erreiche ich bereits einen meiner drei Ansprüche: die Unabhängigkeit. Die Entwicklungs-Software läuft nicht mehr auf meinem PC – Ich kann nun sogar vom Büro aus an der Website arbeiten, z.B. in der Mittagspause kurzfristig bei einem Problem einspringen. Jederzeit kann ich Arbeiten an der Website delegieren oder gar die Website komplett an jemanden übertragen, der Lust hat weiterzumachen, ohne dass dieser Jemand eine bestimmte Software verwenden und Quell- oder Programmdateien von mir erhalten muss. Aber keine Angst: Noch trage ich mich nicht mit dem Gedanken, mich 'zur Ruhe zu setzen'. 
Modernes Erscheinungsbild
Über den Aspekt des Inhaltes als solchem hinaus kann mit einem CMS auch die Darstellung des Inhaltes eingestellt werden. In aller Regel werden Inhalt und Präsentation getrennt und unabhängig voneinander verwaltet, sodass derselbe Inhalt auf Wunsch mit einem anderen Layout versehen werden kann. So wird es mir zukünftig leicht fallen, einfach die Oberfläche auszutauschen, wenn es für Drupal eine neue, 'schickere' gibt, die unseren Bedürfnissen gerecht wird.
Im Übrigen habe ich natürlich auch aktuell für unsere Website eine Layout-Auswahl aus dem vielfältigen Angebot der Drupal-Gemeinschaft getroffen, von der ich meine, dass sie eine klare, strukturierte Darstellung der Inhalte bietet, sich farblich zumindest nicht allzuweit vom Layout der Vereins-Website wegbewegt, angenehm mit dem Logo korrespondiert und einen professionellen, repräsentativen, modernen, ja sogar ein wenig einen sportlich-dynamischen Eindruck vermittelt.
Funktionalität
Soeben sprach ich die 'Drupal-Gemeinschaft' an: Ein weiterer großer Vorteil einer erfolgreichen Open Source-Software neben der kostenlosen Verfügbarkeit besteht darin, dass sich oftmals eine Art Gemeinschaft bildet, eine Community, die sich in Sachen der Verbesserung und Erweiterung der jeweiligen Software engagiert, indem sie sich austauscht, zumeist in 'Foren' darüber diskutiert, sogar selbsterstellte Module, Add-ons und Plug-Ins der Allgemeinheit zur Verfügung stellt und somit aktiv zur Weiterentwicklung beiträgt.
Ebenso auch im Falle Drupal. So stellt die Drupal-Community nicht nur, wie oben angedeutet, viele verschiedene Layouts, Darstellungspakete bzw. im Drupal-Jargon: "Themes" zur Verfügung, sondern sie bietet auch Funktionsmodule, sog. "Modules" an, die den Funktionsumfang des Drupal-Kerns um ein Vielfaches erweitern und aus denen sich der Website-Bauer die Module herauspicken und einsetzen kann, welche genau die Funktionen mitbringen, die er für seine Zwecke nutzen kann oder dringend braucht. Angefangen bei kleinen Verbesserungen der Benutzungsfreundlichkeit, wie z.B. dem optischen Hinweis auf einen externen Link (im Vergleich zu einem internen Verweis), über größere Hilfsmittel, wie z.B. dem sog. WYSIWYG-Editor oder der Zwangseingabe eines grafisch angezeigten Codes zum Ausschluss von Spam-Robotern auf Eingabeformularen, bis hin zu komplexer Funktionalität und strukturellen Erweiterungen in Form von z.B. neuen, selbstdefinierten Inhaltstypen oder Auswertungen und Listen jedweder Daten in maßgeschneiderter Aufbereitung.
Ich glaube, dass ich aus dem aktuell verfügbaren, sich aber ständig bewegenden Zutatenangebot einen attraktiven und nützlichen Funktionalitäten-Cocktail gemixt habe, und hoffe, dass die Benutzer dies ebenso sehen und gerne Gebrauch davon machen werden. Natürlich werde ich weiterhin ein Auge auf die verfügbaren Rezepturen für einen noch schmackhafteren Drink halten. Welche Möglichkeiten der Website-'Konsument' derzeit hat und wie er die verfügbaren Mittel einsetzen kann, beschreibe ich in den folgenden Kapiteln dieses Buches.
Wozu nun also das Benutzerhandbuch?
Perfekt, da hab' ich nun eine prima Überleitung zur eingangs gestellten Frage gefunden!
Also, warum schreibe ich das Buch? Natürlich nicht, weil ich Angst habe, Du könntest etwas kaputt machen. Ebenso wenig glaube ich, dass die Website derart kompliziert wirkt, dass ein Handbuch notwendig wäre. Auch sehe ich dieses Buch nicht als 'Gebrauchsanweisung', sondern eher als 'Hilfestellung', etwa so wie der Begriff schon andeutet: damit der Benutzer ein Buch zur Hand hat.
Aber, ehrlich gesagt: Eigentlich hoffe ich, dass dieses Handbuch total überflüssig ist, dass es höchstens einen gewissen Unterhaltungswert hat. Denn wenn Du auf dieses Buch zurückkommen musst, dann habe ich wohl irgendwo irgendwas falsch gemacht.
Andererseits muss ich einräumen, dass im Vergleich zur alten Website die Funktionsdichte stark zugenommen hat, sodass eine Übersicht über die Wirkungsweisen für den Einsteiger sicher hilfreich sein kann. Darüber hinaus gibt es möglicherweise auch die eine oder andere Funktionalität, die man gar nicht kennen lernen würde, hätte man dieses Handbuch nicht.
In so weit hoffe ich dann doch, dass meine paar Zeilen Dir eine Hilfe sein werden und dass Du ferner viel Spaß haben wirst im Umgang mit
SG Kaarst - Volleyball 2.0
Dein Webmaster
Andreas Pohl



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